Wenn sich beide Parteien einig sind, dass der Interessent in die Selbsthilfegruppe aufgenommen wird, muss der Interessent eine Geheimhaltungsvereinaarung anerkennen.

Innerhalb der zwei folgenden Linien die Inhalte des Dokuments zur Voransicht.


1.) Die Parteien befinden sich, bei der Teilnahme der Selbsthilfetreffen, in laufenden Gesprächen im Gesundheitswesen über folgende Themen

  1. Primär die eigene (diagnostizierte) Autismus-Diagnose
  2. Sekundär über Komorbiditäten (Begleiterkrankungen) zusätzlich zur (diagnostizierten) Autismus-Diagnose
  3. Wenn es einem Teilnehmer wichtig erscheint, zusätzlich über weitere Diagnosen (wenn es nicht die gesamte Zeit in Anspruch nimmt), welche nicht im direkten Zusammenhang auf die Autismus-Diagnose zurückzuführen sind
  4. Über das Erleben als (diagnostizierte/r) Autist/in, innerhalb verschiedener Lebenssituationen im Alltag, in einer von Nicht-Autisten geprägter Welt

2.) Die Parteien verpflichten sich über die Geheimhaltung folgende Daten / Informationen

  1. Stammdaten (Name, Anschrift, Geschlecht, Telefon, Mail) der restlichen Teilnehmer nicht ohne ausdrückliche Genehmigung der jeweils betroffenen Person an Dritte weiterzureichen
  2. Keinen der restlichen Teilnehmer gegenüber Dritten zu outen. Dies gilt nicht nur für die jeweilige (diagnostizierte) Autismus-Diagnosen, sondern für sämtliche (diagnostizierten) Diagnosen, von denen ein Teilnehmer im Laufe der Treffen berichtet
  3. In welcher Schule, Arbeitsplatz, Rehamaßnahme, Reha-Werkstatt oder sozialen Förderung sich ein anderer Teilnehmer befindet
  4. In welcher Einrichtung oder betreutes Wohnen andere Teilnehmer leben
  5. Bei wessen Psychiater, Psychologe, ambulante, teilstationäre oder stationäre Behandlung sich andere Teilnehmer befinden, bzw. sich befanden
  6. Welche Medikamente andere Teilnehmer einnehmen, bzw. einnahmen

3.) Diese Verpflichtung über die Geheimhaltung gilt weiterhin, wenn ein Teilnehmer sich entscheidet nicht mehr bei den Selbsthilfetreffen teilzunehmen.

4.) Schadensersatzansprüche der Parteien bleiben ausdrücklich vorbehalten. Wobei der Verein als Betreiber nicht für Verstöße der Geheimhaltung von Teilnehmern der Treffen haftet.

5.) Auf den Vertrag ist deutsches Recht anzuwenden. Für Streitigkeiten aus diesem Vertrag ist das Gericht am Sitz des Vereins zuständig. Sollten eine oder mehrere Bestimmungen dieses Vertrags rechtsunwirksam sein oder werden wird die Gültigkeit der übrigen Bestimmungen nicht berührt.


Es werden nur die vereinsinternen Vordrucke des Vereins als Betreiber der Selbsthilfegruppe verwendet. Diese Seite dient nur als Information welche Punkte die Geheimhaltungsvereinbarung enthält.

 

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